Sonntag, 15. November 2015

Abnehmen durch Hypnose

Bild: FreeImages.com / Robert Driese
Ich bin ja nicht so der Esotherik-Naturmedizin-Mensch. Aber was tut man nicht alles, wenn man verzweifelt ist. Ja, ich bin verzweifelt. Obwohl ich noch vor wenigen Wochen so motiviert war, ist nun der Wurm drin. Heißhungerattacken, fehlende Motivation, stagnierendes Gewicht. Ach, was red ich. Es ist sogar wieder nach oben gegangen. Da kam mir die Abnehm-Hypnose von Antenne Bayern gerade recht. Kost nix, verlier'n kannst a nix!
Aber funktioniert das wirklich? Durch Hypnose abnehmen? Übers Radio? Ich weiß es nicht. Aber eine Bekannte meiner Mutter hat eine Abnehm-Hypnose an der VHS besucht und tatsächlich 11 Kilo abgespeckt. Das macht doch Mut! Also habe ich am Donnerstag zwischen 17 und 18 Uhr Antenne Bayern gehört und habe mich hypnotisieren lassen. Die in einer Pause platzierte McDonald's-Werbung fand ich zwar nicht so prickelnd, aber Lust auf einen Burger bekam ich nach der ersten Runde auch nicht. Und das, obwohl die letzte Mahlzeit schon lange zurücklag und ich mich auf das Abendessen gefreut habe.
Es war sicherlich auch von Vorteil, dass ich vorher nicht gewusst habe, wie der Hypnotiseur aussieht - ich hätte Jan Becker nicht ernst nehmen können. Seine Stimme war jedoch sehr angenehm und die Phase der Entspannung hat mich sehr bewegt. In ein imaginäres Gefäß soll man alles packen, was einen belastet. Das hat dazu geführt, dass man nicht nur ans Abnehmen denkt, sondern auch an all den anderen Ballast, den man völlig nutzlos mit sich herumschleppt.
Es liegt in meiner Hand, den Ballast loszuwerden. Ein Gehirn waschendes Mantra? Ich denke nicht. Denn es heißt nicht umsonst "Jeder ist seines Glückes Schmied." Ich werde also diesen Anlass dazu nutzen, wieder einmal groß aufzuräumen und das loszuwerden, was mich belastet. Um zum Thema Abnehmen zurückzukehren: Eine Entscheidung, die ich dann auch sofort am nächsten Tag umgesetzt habe, war, die Waage wegzupacken.
Es kann nicht sein, dass dieses DING über meine Laune entscheidet. Hat sie nicht das Richtige angezeigt, hat sie mich demotiviert. Mal ehrlich, zum Abnehmen brauche ich die Waage längst nicht mehr. Ich kenne meinen Körper gut genug, um zu wissen, ob das Gewicht rauf oder runter geht. Ein letztes Mal habe ich mich noch gewogen. Schließlich will man ja irgendwann den Erfolg messen können. Dann habe ich überlegt, ob ich mir einen Zeitpunkt festsetzen soll, wann ich mich wieder einmal wiege. Ich habe es gelassen. Ich würde mir nur wieder neuen Druck aufbauen.
Eine erste Wirkung konnte ich übrigens direkt feststellen. Ich habe beim darauffolgenden Abendessen nur etwa die Hälfte von dem gegessen, was ich normalerweise verdrückt hätte und hatte vor dem Fernseher dann keinerlei Lust auf Süßes - der Heißhunger, der mich die letzte Zeit begleitet hatte, war weg.
Auch am nächsten Tag war mein Essverhalten bereits anders. Ich brauchte keine Zwischensnacks und auch die Kekse von Zwergnase konnten mich nicht in Versuchung führen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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