Sonntag, 31. Januar 2016

Restauranteinladungen meistern

Inzwischen sind wir in einem Alter angekommen, in dem gesellschaftliche Unternehmungen hautpsächlich darin bestehen, mit anderen Paaren essen zu gehen und sich nett zu unterhalten. Für das Abnehmen ist ein Restaurantbesuch natürlich Gift. Man hat keinerlei Einblick, wieviel Fett da verbraten wird, die Portionen sind meist zu groß. Man isst sie jedoch dennoch auf oder versucht zumindest soviel wie möglich in sich heineinzustopfen, weil man das Essen schließlich auch bezahlt hat.


Bild: FreeImages.com / Adám Bálint
Ein Ratschlag zum Meistern von Restaurantbesuchen lautet oft, dass man sich etwa den Salat von der Karte suchen soll oder die Kohlenhydratbeilage durch die Gemüsebeilage ersetzen soll oder dieses und jenes gleich nicht essen sollte. Äh ja. Wenn ich schon zum Essen gehe und dafür bezahle, dann will ich doch das essen, was mir schmeckt. So häufig geht man doch dann eigentlich auch nicht ins Lokal. Abgesehen davon sind die Kellner ja immer höchst erfreut, wenn man ein Gericht auf links krempelt. Da sieht man den Augäpfeln ja quasi schon an, wie sie sich rollen wollen.

Ich habe schon auf verschiedene Art und Weise versucht, mich auf Essensverabredungen einzustellen. Ich habe etwa den ganzen Tag gefastet. Blöder Fehler. Dann bin ich nämlich abends so ausgehungert, dass ich meinen Teller mit meinem Leben verteidigen würde und sicherheitshalber noch den Rand des Porzellans abnage, um keinen Tropfen Soße zu verschwenden.

Man könnte natürlich - wenn das alle paar Wochen mal vorkommt, seinen Cheat-Day dementsprechend legen. Oder man kombiniert. Wenn das Essen abends stattfindet, versuche ich tagsüber schon etwas an Kalorien zu sparen, etwas extra Bewegung einzubauen und dann nicht das Gericht mit der mit Käse überbackenen Sahnesauce zu nehmen. Meistens esse ich die Portionen aber auf. Bezahlt ist bezahlt. Man könnte sich den Rest auch einpacken lassen. Aber wann reicht der Rest schon für eine weitere vollwertige Mahlzeit? Dann habe ich zweimal ein schlechtes Gewissen! Da kann ich den Teller gleich leer essen und ihn unter Sünde verbuchen und Ruhe ist.

Wenn man schon Essen geht, dann sollte man auch zuschlagen (dürfen). Alles andere frustriert doch nur.

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