Dienstag, 2. Februar 2016

Haltestellen auf dem Weg zum Wunschgewicht

Jeder Abnehmwillige hat diese eine Zahl auf der Waage, die er unbedingt erreichen will. Das Problem ist jedoch, dass man von dieser Zahl so himmelhochweit entfernt ist, dass sich früher oder später - meistens bei einem Stillstand - das kleine Teufelchen auf deine Schulter setzt und dir zuflüstert, dass deine Anstrengungen ja eh für die Katz sind und dass eher die Hölle zufriert, als dass du Wabbelpudding dieses Gewicht erreichst. Und weil dieser Teufel so gemein ist, tröstest du dich mit Schokolade. Und irgendwie ist dann doch wieder alles beim Alten. Aber du kannst diesem Teufeln den Wind aus den Segeln nehmen,
wenn du dir Teilziele setzt. Deine Teilziele sind nämlich im Vergleich zum Traumgewicht nicht nur ein Traum, sondern ganz real und vor allem auch erreichbar. Ich habe lange überlegt, ob ich mit 3-Kilo- oder 5-Kilo-Schritten arbeiten soll und habe mich für die 3 Kilo entschieden. 3 Kilo! Das ist ja quasi fast nix! Das schaff ich! 10 oder 15 Kilo hingegen sind ein Brocken, da bräuchte ich erst mal ein Stück Tiramisu, um diesen Berg in Angriff zu nehmen...

Mit dem Wunschgewicht ist es ja auch immer so eine Sache. Kann man sich denn überhaupt noch daran erinnern, mal so wenig gewogen zu haben? Und wie man sich dabei gefühlt hat? Muss es denn genau diese Zahl auf der Waage sein? Wahrscheinlich nicht. Denn das Wohlfühlgewicht lässt sich nichts von irgendwelchen Formeln diktieren. Formeln, die wiederum keinen Faktor für die körperlichen Voraussetzungen vorsehen. Die Statur zum Beispiel ist ja für das Gewicht nicht unerheblich. Es ist halt nicht jeder zur zierlichen Elfe geboren - ich ganz sicher nicht.

Bei aller Dokumentation des Gewichtsverlusts, auf der Ziellinie wird die Zahl auf der Waage immer unwichtiger. Das Zielgewicht ist dann erreicht, wenn man sich einfach wohl fühlt und nicht das Gefühl hat, auf etwas besonders zu verzichten zu müssen. Als ich vor acht Jahren stark abgenommen hatte, hatte ich zwar eine für mich ultramegatolle Zahl auf der Waage, aber ich fühlte mich schlapp. Mir wurde oft schwindlig. Irgendwie ging es mir nicht gut. Mit drei Kilo mehr waren diese Probleme alle verschwunden.

Wenn man sich nun Teilziele steckt, kann man getrost auch etwas früher aufhören mit dem Abnehmen. Der fade Nachgeschmack des Scheiterns fällt dann weg. Ich glaube auch, dass man öfter in sich hineinhorcht, wie es einem geht.

Das Wichtigste an den Teilzielen sind aber, na, wer weiß es? Die Belohnungen! Irgendwie muss man sich ja motivieren und da man sich ja selber eher schlecht echte Bestrafungen auferlegt, muss man es wohl oder übel über die Belohnungen versuchen. So ein Pech aber auch. Belohnung kann alles sein, was das Herz begehrt - außer Essen. Denn dass du dich mit Essen belohnt oder getröstet hast, hat dir ja erst deine Gewichtsprobleme beschert. Bei mir ist es so.


Damit nichts so larifari bleibt, sondern auch umgesetzt wird, möchte ich meine Belohnungen hier fixieren. Denn erst dann weiß ich, wofür ich mir jeden zweiten Tag Muskelkater zuziehe.

  1. Ziel: eine aktuelle CD
  2. Ziel: Neue Unterwäsche
  3. Ziel: Maze-Runner-Trilogie
  4. Ziel: Konzertkarten
  5. Ziel: Wellness-Tag
  6. Ziel: Musical-Karten
Je größer der Erfolg, desto größer die Belohnung scheint mir nur gerecht :)
Schließlich werde ich für das 5. Ziel ja auch einiges geleistet haben - und das 6. Ziel ist wahrscheinlich utopisch. Aber man muss sich selbst ja auch fordern, nicht wahr?

Bild: www.pixabay.com / Peggy_Marco

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