Dienstag, 16. Februar 2016

Brauchst du Muskeltraining zum Abnehmen?

Muskelübungen sind ein Thema, vor dem ich mich gerne drücke. Kann man nicht auch ohne Muskeltraining abnehmen? Braucht man Muskelübungen zwingend zum Abnehmen? Wie oft muss ich trainieren? Muss ich dazu ins Fitnessstudio? Wie finde ich passende Übungen?

Bei Muskelübungen habe ich immer das Gefühl, am meisten falsch machen zu können. Vielleicht ist das aber auch nur der innere Schweinehund, der aus mir spricht.

Der innere Schweinehund hat beim Thema Muskeltraining immer leichtes Spiel. Die Workouts sind - wenn man sie richtig ausführt - anstrengend. Schon nach wenigen Minuten beginnt der beanspruchte Muskel zu glühen und man hat das Gefühl, keine Sekunde mehr irgendeine Bewegung ausführen zu können. Was wiederum den Beweis für den furchtbaren Trainingszustand liefert, in dem man sich befindet.

Außerdem nimmt man doch mit leichtem, regelmäßigen Ausdauer-Workout auch hervorragend ab. Warum also die Plackerei? Weil dein Körper ein Gewohnheitstier ist und er immer wieder neue Reize braucht. Wenn nichts mehr auf die altbewährte Methode vorwärts geht, ist es wahrscheinlich Zeit, die Muskeln gegen den inneren Schweinehund spielen zu lassen.

Entschließt man sich zum regelmäßigen Workout, muss man jedoch starke Nerven mitbringen. Denn das Muskeltraining ist furchtbar demotivierend. Du beginnst bei Level -3568. Mindestens. Deine Muskeln, aus dem Tiefschlaf geweckt, erschrecken dermaßen, dass sie nur langsam in die Gänge kommen. Klartext: Muskelaufbau ist eine verdammt langwierige Sache. Es dauert, bis vor allem frau erste Ergebnisse und Leistungssteigerungen bemerken kann.

Gleichzeitig kennen wir alle die Aussage: Muskeln sind schwerer als Fett. Wer also Muskeln auf- und Fett abbaut, wird auf der Waage erst einmal nicht viel merken. Dieses "erst einmal" zieht sich ganz schön in die Länge. Mich als alter Waagenjunkie bringt diese Tatsache zum Zähneknirschen. Nichts ist schließlich motivierender als schneller Erfolg. Aber hier nicht. No way, Baby!

Trotzdem halte ich seit etwa einem Monat durch. Es lohnt sich. Auch wenn sich die Waage unbeeindruckt zeigt, die Konturen straffen sich, die Kleidung sitzt etwas lockerer. Kleine Essensünden verzeiht der Körper schneller. Denn mehr Muskeln wollen auch mehr gefüttert werden - der größte Vorteil der Muskeln ist, dass sie rund um die Uhr Kalorien verbrennen, nicht nur während des Trainings. Und das spürt man! Muskeln sorgen im wahrsten Sinne des Wortes für heiße Nächte. In der Nacht wird dein Körper zum Heizkissen, Schluss mit den kalten Füßen!

Dreimal die Woche trainiere ich also für 20 Minuten. Nicht im Fitnessstudio, da bekommen mich keine zehn Pferde mehr hin. Ich nutze dafür, wie soll es heutzutage anders sein, eine App. Die Pro-Version von Tägliche Trainings für keine 3 Euro (Die Gratisversion findest du hier) liefert mir ein abwechslungsreiches Ganzkörpertrainingsprogramm mit Videoanleitung. Ich würde jetzt gerne sagen, dass 20 Minuten ja quasi gar nichts sind, die wirklich jeder investieren kann. Aber hier geht es um mehr als Zeit. Nach 5 Minuten wünscht du dir, einfach nur sterben zu dürfen. Andererseits muss ich sagen, dass sich inzwischen am Ende eines Workouts ein gutes Gefühl in mir breit macht - der Stolz, durchgehalten und etwas für mich getan zu haben.

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