Dienstag, 7. Juni 2016

Ziel erreicht

Ich habe mein Ziel erreicht. Der Bikini sitzt und noch viel wichtiger ist, dass ich mich wohlfühle. So wie ich bin. Objektiv wird man mir zwar sagen können, dass auch weitere fünf Kilo nicht schaden würden, aber ich will nicht. Nicht, weil ich die Schnauze voll vom Kalorienzählen habe, sondern weil ich mir schon einmal fünf weitere Kilos hart abgearbeitet habe - das Ergebnis war den Aufwand nicht wert. Mir war es den Aufwand und auch die Einschränkung nicht wert.

Ich esse einfach viel zu gerne, als dass ich die Mengen noch weiter zurück- oder den Sport weiter hochschrauben möchte. Ich bin an dem Punkt, an dem ich mich selbst akzeptiere und gut fühle. Mit fünf Kilo weniger mag ich ein paar Komplimente mehr bekommen, aber das war es dann schon an Mehrwert und weniger Nudeln. Damit schwindet die Motivation sowieso. Es gibt ja keinen gewichtigen (haha) Grund mehr, noch mehr zu verändern.


Die neue Herausforderung besteht im Halten des Gewichts. Nicht in alte Muster zurück zu fallen und neue Gewohnheiten zu etablieren. Eine halbe Stunde bis Stunde Sport am Tag. Damit meine ich wirklich aktive Betätigung und nicht die Schritte, die man sowieso geht. Beim Kochen die fettarme Variante zu bevorzugen. Zum Beispiel Saure Sahne statt Sahne oder fettarmen Joghurt statt des 3,5-prozentigen. Obst statt Schokolade, Abmessen von Ölen und Fetten, immer wieder die Portionsgrößen kontrollieren. Und und und.

Es ist aber auch der Zeitpunkt, sich schrittweise seiner Krücken zu entledigen. Vom täglichen zum wöchentlichen Wiegen überzugehen und auch nicht mehr über jede Kalorie Buch zu führen. Abnehmen ist eigentlich leicht, das Halten des neuen Gewichts ist viel schwieriger.

Gleichzeitig rücken aber auch wieder andere Dinge in den Fokus. Deshalb ist dies nach 10 Kilos weniger nun der vorerst letzte Post zum Thema Abnehmen. Ich mache Sport, ich esse gesund und habe viele neue Rezepte ausprobiert und für gut befunden. Doch ich bin nicht der Rezepte- und Kochblogger.

Als letzte Erfahrung möchte ich nur sagen: Die besten Fettkiller sind Spaß, Interesse und Ausgewogenheit. Finde die Sportart, die dir Spaß macht. Informiere dich über dein Essen. Aber bei beidem musst du kein fanatischer Experte werden. Du brauchst nichts über den Vitaminstoffwechsel wissen, du musst auch keinen Anatomiekurs besuchen. Spaß muss es machen und man muss offen für Neues sein. Probier dich durch Rezepte, die dich ansprechen, schaff dir neues Kücheninventar an, ganz egal. Und akzeptiere Ausrutscher und schlechte Tage. Denn je mehr Stress man sich selbst macht, umso langsamer purzeln die Kilos. (Da gibt es bestimmt auch drölfzigtausend Studien dazu. Die muss man nicht kennen. Die Erfahrung reicht.)

Ich wünsche weiterhin viel Erfolg!

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