Dienstag, 29. November 2016

Wie viele Kalorien darf ich essen, um abzunehmen?

Die meisten Abnehmwilligen wissen, dass sie zuviel Energie aufnehmen. Die Frage, wie viel man essen darf und trotzdem abnimmt, stellt sich daher früher oder später. Wenn man sich fürs Kalorienzählen entschieden hat, wohl etwas früher. Die Antwort ist in der Theorie recht simpel: Iss weniger, als du verbrauchst und du verlierst Gewicht. Aber was verbraucht man denn so?
Zum Einem verbraucht man zur bloßen Aufrechterhaltung der Körperfunktionen Energie - den Grundumsatz. Die gute Nachricht: Auch wenn man den ganzen Tag im Bett liegt, verballert man Kalorien. Die bessere Nachricht: Sobald man sich bewegt, verballert man natürlich mehr Kalorien - den Leistungsumsatz. Beides zusammen gibt dann den Gesamtumsatz. Wenn man den Gesamtumsatz an Kalorien zu sich nimmt, hält man sein Gewicht. Andersherum heißt das: Wenn man seinen Grundumsatz zu sich nimmt und nicht nur faul im Bett liegt, wird man definitiv abnehmen. Je mehr man sich bewegt, umso schneller, da ja mehr verbraucht wird.

Sonntag, 27. November 2016

Krankes Deutschland

Ich kann die Nase noch so oft versuchen, hochzuziehen. Es wird nichts nutzen. Sie ist und bleibt zu. Der Kopf dröhnt, der Hals kratzt und auf einem Ohr bin ich taub. Die alljährliche Erkältungswelle hat mich erwischt. Obwohl ich mich ums Händeschütteln drücke, wo es nur geht, mir beim Händewaschen schon zwanghaft vorkomme, kann ich halt eben nicht verhindern, dass mir Zwergnase auf das Essen hustet und mir seinen Rotz mit den Worten "Ieeeeh! Mama! Ich habe Schnupfen!" unter die Nase reibt. Also nicht nur bildlich oder im übertragenen Sinn. Ich meine es so, wie ich es schreibe. Wortwörtlich. Ich muss also zum Arzt.

Dienstag, 22. November 2016

Bei diesem Diätkonzept zählt man keine Kalorien!

Kalorien zu zählen muss wirklich als total unmöglich erscheinen. Und einschränkend. Denn klar, wie soll man auch abnehmen, wenn man alles essen darf? Sogar Pizza vom Italiener? Oder Nudeln. Nudeln! Die aus Weizen. Nicht diese Gemüsespiralen, die mit total überteuerten Schneidern hergestellt werden, in die eine richtige Gartenzucchini gar nicht reinpasst. Auf irgendwas muss man doch verzichten, sonst ist es ja gar keine richtige Diät. Und ohne richtige Diät kann man ja auch gar kein Gewicht verlieren. Also dieses Kalorienzählen muss ja die Oberverarsche überhaupt sein. Wie hast du eigentlich so toll abgenommen? Du hast doch sicher auf Kohlenhydrate verzichtet?

Sonntag, 20. November 2016

In der Weihnachtsbäckerei

Die Kälte klirrt. Eisblumen ranken sich am Fenster. In der Stube ist es warm, der Ofen heizt und der Duft von frisch gebackenen Plätzchen erfüllt den Raum.
Vor meinem inneren Auge sehe ich mich zehn verschiedene Plätzchensorten backen und verzieren, während Zwergnase sich nicht entscheiden kann, ob er hilft oder sich die Nase an der Fensterscheibe platt drückt, um den Schneeflocken zuzusehen.

Dienstag, 15. November 2016

In diesem Laden kann ich nicht einkaufen! - Über Kleidergrößen

Schon vor einer Weile hatte ich in den sozialen Netzwerken einen Artikel des Sterns gesehen, in dem eine junge Frau die Kleidergrößen einer bekannten Mode-Kette anprangert. Eine Jeans, ohnehin zwei Nummern größer probiert, als nach ihren Angaben ihre Normalgröße sei, geht nicht zu. Also so gar nicht. Nicht nur fast nicht, sondern gar nicht. Niemals. Als ich das Bild so betrachtete, wollte sich zuerst eben jene Entrüstung in mir breit machen, die ich schon lange gegen den Laden hege. Dort könne man nur mit einer Modelfigur einkaufen. Mit leichtem Übergewicht und etwas breiterem Körperbau hat man da keine Chance. Die "normalen" Klamotten zu schmal, die Übergrößen frustrierend und zu weit.

Dienstag, 8. November 2016

Die Tücken des Kalorienzählens

Dass Kalorienzählen funktioniert, kann ich nach diesem Jahr mit Fug und Recht behaupten. Es fällt auch das Herumraten weg, wenn das Gewicht mal steht. Entweder habe ich zuviel zwischendurch genascht oder ich habe aus verschiedenen Gründen Wasser eingelagert (heißes Wetter, zu wenig getrunken, zu salzig gegessen, ein großer Teller Nudeln, Gewürze beim Chinesen und zyklusbedingte Wasserschwankungen).

Sonntag, 6. November 2016

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag

Eigentlich sieht sie ja ganz nett aus. Sie ist schlank, trägt ihr Haar lang und glatt. Nicht gefärbt, in einem dunkelblonden bis hellbräunlichen Ton. Gepflegt. Immer frisch gewaschen und gut gekämmt, nicht verfilzt. Man könnte meinen, es sei "ein braves Mädchen von nebenan". Auffällig ist die dunkle Nerd-Brille. Mit so großen Gläsern, dass man Angst hat, dass sie irgendwann vornüberkippt. Ich glaube, sie ist so um die 20 Jahre alt. Sie sitzt bei Aldi an der Kasse.

Rotweinflecken

Vor Helene lag eine Zigarette im Aschenbecher und qualmte. Sie nahm sie umständlich zwischen Zeige- und Mittelfinger und zitterte damit zum Mund. Sie nahm zu schnell einen tiefen, langen Zug. Beim Ausatmen vermischte sich ihr Schluchzen mit einem Husten. Fünf Jahre hatte sie nicht mehr geraucht. Sie drückte die nicht halb gerauchte Zigarette mit fahrigen Bewegungen aus. Dabei brach sie in der Mitte auseinander. Mit dem Handrücken verwischte sie ihren Kajal. Sie schenkte sich Rotwein nach. Sie hatte keine Ahnung von Wein. Es war eine billige Flasche vom Discounter. Sie leerte den Zahnputzbecher in einem Zug. Dann warf Helene ihn an die Wand. Reste des Weins rannen die weiße Wand hinunter. Die Flecken würden ewig halten. Helene sah es nicht. Sie hatte den Kopf auf die Arme gelegt und schluchzte in die Platte des Campingtisches, bis keine Tränen mehr kamen. 

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