Dienstag, 8. November 2016

Die Tücken des Kalorienzählens

Dass Kalorienzählen funktioniert, kann ich nach diesem Jahr mit Fug und Recht behaupten. Es fällt auch das Herumraten weg, wenn das Gewicht mal steht. Entweder habe ich zuviel zwischendurch genascht oder ich habe aus verschiedenen Gründen Wasser eingelagert (heißes Wetter, zu wenig getrunken, zu salzig gegessen, ein großer Teller Nudeln, Gewürze beim Chinesen und zyklusbedingte Wasserschwankungen).



Die letzten sechs Wochen halte ich mein Gewicht recht problemlos. Ein Traum!, sagen da manche, du musst ja auch nicht weiter abnehmen. Muss ich nicht, das stimmt. Möchte ich aber eigentlich. Bis abends ist mein Kalorientagebuch auch überaus vorbildlich. Doch dann kommt der innere Schweinehund hervor gekrochen und sagt mir, dass ich ja noch Kalorien übrig habe... und das mit dem Halten auch wirklich so schön funktioniert... da könnte man doch mit Süßigkeiten auffüllen? Oder Chips? Und dummerweise mache ich das dann auch. Gar nicht mal so selten liege ich sogar etwas über meinem Gesamtbedarf, was ich aber am nächsten Tag wie von Zauberhand ausgleichen kann. Scheinbar ist das Ziel, mein Gewicht zu halten, im Moment motivierender als eine Abnahme.

Es häufen sich also die Tage, an dem ich gar nicht tracke, sondern mich an andere Regeln halte. Wie: Keine Zwischensnacks. Keine Süßigkeiten, kleine Portionen bei den Hauptmahlzeiten. Die Sorge, dass es zuviel sein könnte, diszipliniert mich derzeit mehr als das Kalorientagebuch, das mir scheinbar nur mehr zuflüstert, was alles "noch drin ist". Naja, um ehrlich zu sein, funktioniert das Einhalten der Regeln auch nur selten.

Beruhigend ist allerdings, dass es auch anderen Abnehmenden im Moment schwer fällt, ein Defizit einzuhalten. Vielleicht lieg es ja auch an den sinkenden Temperaturen, dass die Schokolade soviel reizvoller erscheint als die knackigen Gemüsesticks. Man muss sich schließlich auf die Lebensmittelknappheit im langen, langen, klimagewandelten und mit Lebkuchen geschwängerten Winter einstellen. So ganz kann man die Evolution mit der Reaktion einer Schlaftablette eben auch nicht austricksen.

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