Auf dem falschen Fuß erwischt

Es ist heiß. Es ist schwül. Für uns gibt es deshalb keine Alternative. Seit ich denken kann, geht es für uns bei Temperaturen über 24°C ins Hengersberger Freibad. Dieses Jahr brauchen wir uns noch nicht einmal mit zu wenig Parkplätzen herumärgern oder dass wir keinen Platz mehr im Schatten eines Baumes ergattern würden. Irgendwie scheinen die Besucher weniger zu sein als sonst.


Teil des Kinderbereichsim Freibad Hengersberg
Foto: Karin Futschik

Man kann nur spekulieren, woran das liegt. Vielleicht an der Renovierung des Hallenbads, durch die Teile des Freibadareals als Baustellenzufahrt abgesperrt sind. Vielleicht, weil das Wärmebecken dadurch nicht nutzbar ist. Vielleicht, weil die Einzelkarte trotz der Einschränkungen wie schon die vergangenen Jahre 4 Euro kostet. Vielleicht, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis bei anderen Bädern inzwischen weitaus besser ist.

Wie eh und je habe ich aber eine Saisonkarte, das Wärmebecken vermisse ich nicht. Wichtig sind für mich lediglich das Wellenbecken und der Kinderbereich. Letzterer wird durch Bauzäune dummerweise von den Toiletten abgeschnitten. Wenn das Kind mal muss, muss man einen großen Umweg laufen. Das funktioniert nicht immer, wie Mamas wissen. Aber mei, wer weiß, wer die Absperrung so beschlossen hat. Die Bedürfnisse der Mamis hatte derjenige vielleicht einfach nicht bedacht. Kann passieren, ist ja kein Drama. Aber wenn man nichts sagt, kann sich nichts ändern.

Baustellenabsperrung im Freibad Hengersberg
Foto: Karin Futschik
Wie gut, dass der Bürgermeister selbst täglich im Freibad ist. Als er gerade in der Nähe des Kinderbereichs stand, ging ich auf ihn zu. Eine kurze Begutachtung der Situation sollte ausreichen, um das Badeerlebnis trotz Baustelle angenehmer zu gestalten. Ein zweiter Durchgang zu den Toiletten ist nun wirklich kein Ding der Unmöglichkeit...

... aber leider des Willens. Und der ist unglücklicherweise kein bisschen vorhanden. Schnell wurde ich mit "Wir haben halt dieses Jahr eine Baustelle!" abgewiegelt. Kurz darauf sprach mich eine andere Mama an. Ich war an diesem Tag nicht die erste gewesen, die das Kloproblem angesprochen hatte und nicht nur das.

Denn es gibt natürlich auch andere verbesserungswürdige Punkte, wie es sie überall gibt. Wie etwa das Spielgerüst im Planschbecken. An allen Ecken können sich die Kinder verletzen. Am häufigsten an einer Metallkurbel, die auch weiterdreht, wenn das Kind loslässt. Einer der Bademeister versteht die Mamis vollkommen. Die Kurbel habe schon zahlreiche Platzwunden verursacht, aber wenn man sich an höherer Stelle beschwert, heiße es nur "Das sei TÜV-geprüft." Die Wasserpumpe, mit dem das ganze Spielgerüst überhaupt erst in Gang gebracht werden sollte, ist ständig defekt und kann meist gar nicht genutzt werden.

Deshalb habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich mit Zwergnase nach Plattling ins Bad gefahren bin. Beim Kinderbereich dort kann man nur staunen. Finanziell muss auch dieses Bad gestemmt werden. Die beiden Bäder zeigen deutlich, wie es laufen kann, wenn man will und wie es läuft, wenn man nicht will.

Edit: Inzwischen wurde die Metallkurbel entfernt und durch einen kleinen, gummierten Knopf ausgetauscht. 

Kommentare

  1. Hi!
    Ich habe zwar keine Kinder, aber deinen Blogeintrag finde ich wirklich super! Ich war schon ewig nimma in unserem Freibad, habe aber von diesem "Spielgerät" schon in der Zeitung gelesen. Das sah für mich von Anfang an nicht kindgerecht aus!
    Da war früher der Kinderbereich viel schöner!

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    1. Dieses Gestell ist schlimm. Da traut man sich die Kinder fast nicht allein damit lassen. V.a. wenn sie noch kleiner und tollpatschig sind.

      Das Geld dafür war leider eine Fehlinvestition, obwohl es von den Kindern gut angenommen wird :(

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