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Es werden Posts vom Mai, 2017 angezeigt.

Gluckenalarm

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Zwergnase hat sich in den letzten Monaten äußerlich verändert. Er ist in die Höhe geschossen und schmäler geworden. Auf einmal ist er kein Kleinkind mehr. Er wagt mehr, sucht sich mehr Herausforderungen und bewältigt sie. Auf einmal ist Zwergnase furchtbar selbstständig geworden.
Furchtbar? Ja, furchtbar. Zwergnase ist viel flexibler als ich. Ihn einfach mal machen zu lassen, statt gleich zu laufen, kostet mich ziemlich viel Selbstbeherrschung. Wenn er sich aufs Laufrad schwingt, die Beine nach oben streckt, die abschüssige Hofeinfahrt runtersaust, jubelt und danach stolz mit geröteten Wangen angerannt kommt: "Mama, hast du das gesehen?" Eigentlich nicht, mein Schatz, ich konnte aus lauter Sorge um dich nicht hinschauen. "Ja, super, oder?" "Jaaaaaa!" und weg ist er wieder.

Was die Leute reden

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Die Anzeige sprang gerade auf 20:07 Uhr um, als es an der Tür klingelte. Zwergnase, der gerade ins Land der Träume unterwegs gewesen war, riss die Augen wieder auf. "Wer war das? Mama! Ich schau nach!" Ich rollte mit den Augen und ließ ihn aufstehen. Alles andere war sowieso zwecklos. Vor der Tür stand der Nachbar. Kein "Entschuldigen Sie die Störung" oder in der Art. Er fiel sofort mit der Tür inklusive Klingel ins Haus. "Ich hab beim Paketdienst angegeben, dass Sie morgen mein Päckchen annehmen. Ist superwichtig!" Was würde ich dafür geben, wenn Zwergnase jetzt nach dem Zauberwort fragen würde. "Naja," entgegnete ich, "wenn ich daheim bin, kann ich das schon machen." "Ist wirklich sehr dringend. Und so als arbeitslose Mami sind Sie doch sowieso daheim!"

Mit Kind im Supermarkt - kurz vor Ladenschluss

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Ich habe es nie verstanden, wie man mit so einem armen Zwerg kurz vor Ladenschluss zum Einkaufen gehen kann. Kurz vor 20.00 Uhr gehört ein Kind ins Bett und nicht in den Einkaufswagen. Da hängen die Kids in den Seilen, ihnen ist langweilig und sie sind quengelig. Der Wutanfall ist vorprogrammiert. Aber die Kinder können ja nichts dafür, wenn sie ihre verantwortungslosen Mütter ins Geschäft schleifen statt ihnen Märchen vorzulesen. Da braucht man ja nun wirklich keine pädagogische Ausbildung, um den Zusammenhang herzustellen. Dass man so spät erst einkaufen fährt, obwohl die Hausfrau ohnehin den ganzen Tag daheim ist, ist mir auch ein Rätsel. Mann muss es doch fertigbringen, den Einkauf nicht auf den letzten Drücker zu erledigen. Das Kind spürt doch den Zeitdruck auch. Der Stress! Aber dann wundern, wenn es Probleme gibt. Das sind mir ja die liebsten. Wenn ich eigene Kinder habe, läuft das ganz anders.

Eine Oma ist Luxus, zwei sind das Paradies

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Zwergnase liebt seine Omas. Alle beide, heiß und innig. Dass wir eine von ihnen besuchen, darf ich ihm erst nach dem Mittagsschlaf sagen, sonst fällt dieser aus. Selbstredend, dass seine Zuneigung bedingungslos von beiden erwidert wird. Seine Omas tun alles für Zwergnase. Ohne ihn braucht man gar nicht aufschlagen. Das gibt lange Gesichter und ein enttäuschtes "Wo is denn da Bua?!"

Von selbst gebastelten Muttertagsgeschenken und Frühstück im Bett

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Ich werde vom Geklapper des Geschirrs geweckt. Ich muss darüber lächeln, wie meine beiden Männer über die Anordnung des Frühstücks auf dem Tablett streiten. Wie Zwergnase ganz stur die Semmel immer wieder auf den Teller und Papa sie zurück in den Korb legt. Die Kühlschranktür öffnet und schließt sich mehrmals. Die Marmeladengläser klirren gegeneinander. "Und jetzt", verkündet Zwergnase, "jetzt wecken wir Mama auf!" Papa trägt dem Scheppern nach das Tablett recht unsicher ins Schlafzimmer. Er flucht immer wieder leise, weil Zwergnase ihm vor den Beinen herumtanzt. Tapp, tapp, tapp. Natürlich stelle ich mich schlafend, als Zwergnase neben mir flüstert: "Mama! Aufstehen! Heute ist doch Muttertag!"

Mit Gummistiefeln im Freibad

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Mit Kleinkind gibt es viele Momente, in denen man einfach machtlos ist. In denen man erklären kann, soviel man will, es hilft alles nichts. Die Antwort lautet mit Sicherheit "Ich will aber!" Wie lange hat man gewartet, dass das Kind seine Bedürfnisse äußern kann, damit das heitere Rätselraten ein Ende hat. Jetzt wünsche ich mir manchmal die Zeit zurück, in der ich Zwergnase anziehen konnte, was ich wollte. Natürlich wollen wir alle selbstbestimmte Menschen heranziehen, die sich später einmal durchsetzen können und ihren Standpunkt darlegen. Natürlich trägt das zur Bildung eines Selbstbewusstseins bei. Aber Herrgott. Muss das echt schon mit 3 so geübt werden?! 

Der Drang nach Selbstbestimmung nervt manchmal ganz schön. Eben morgens vor dem Kleiderschrank. Bei dem ich dem Herrn eine Auswahl an T-Shirts herauslegen muss, nur damit er dann feststellt, dass keines zur heutigen Stimmung passt. Schließlich kommen zwei ins Finale und weil er sich nicht entscheiden kann, sollen es h…

Die Wischmaschine

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Ein Vorteil an Kindern ist ja auch, dass man zu Uhrzeiten topfit ist, wenn sich andere nochmal auf die Seite drehen. Dementsprechend früh kann man dann auch ungestört zum Einkaufen gehen. Meint man. Denn wenn der Laden leer ist, hat man mit anderen Hürden als den Einkaufswägen der anderen Kunden zu kämpfen. Nicht immer ist der Sieg garantiert. Völlig ahnungslos schiebe ich also den Chip in meinen Wagen und rolle in den Laden. Genauer gesagt: in den Netto.

Was hast du gesagt?

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Der Kindergarten ist eine feine Sache. Nicht nur, dass es dort einfach Unmengen an Spielsachengibt, nein, es gibt sogar einen Turnraum, in dem sich die Kinder auch bei schlechtem Wetter austoben können. Na gut, ein bisschen hofft man schon, dass dem Spross etwas Zucht und Ordnung beigebracht wird. Vor allem das Einzelkind erfährt, dass es nicht allein auf der Welt und es nicht der König vor dem Herrn ist. Beim Elternabend wird einem dann auch noch erzählt, dass es natürlich einen Unterschied macht, ob da Mama oder Papa etwas vom Kind einfordern oder "außenstehende" Personen. Die hätten ja doch irgendwie noch eine andere Autorität, vor allem im Zusammenhang mit der Gruppe an sich. Ja, ein bisschen mehr Bundeswehr statt Waldorf tut Zwergnase bestimmt gut. Der kleine Racker hat uns alle in der Hand.