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s'Haus verliert nix



Schneefall im November? Das glaub ich erst, wenn ich es sehe! Am Donnerstag habe ich dann einen Termin beim Augenarzt wegen undefinierbarer weißer Griesel in meinem Sichtfeld vereinbart. Schnee? Das konnte doch gar nicht sein! Die Augen der Kinder leuchteten hingegen heller als Taschenlampen. Wo waren also Handschuhe und Wollmützen?

Um 6.50 Uhr zog ich die Schublade des Garderobenschranks auf. Ich stellte folgenden Bestand an Mützen fest: drei blaue (1860), eine blau-rote (DSC), zwei rote (SV Deggenau), zwei pinke (braucht man immer) und fünf schwarze (Universalfarbe für alle Vereine). Doch mit einem Blick bemerkte ich, dass von unseren zwanzig Mützen eine schwarze (vereinslos) fehlte.

"Als ich vom Eislaufen heimkam, hatte ich sie noch!" Zwergnase zuckte mit den Schultern und griff nach einer anderen. "Dann muss sie doch irgendwo sein!" Wer weiß, was der armen Mütze in einer dunklen Ecke unserer Wohnung zustoßen könnte. Nicht auszudenken! Gefräßige Wollmäuse lauern überall! Ich startete die Rettungsaktion sofort.

Wir suchten unter der Schuhbank, in Jackentaschen, in weiteren Schubladen, in Rucksäcken, in der Freibadtasche und in der Dusche. Doch die Mütze war spurlos verschwunden. "Die taucht schon wieder auf!", drängte der Göttergatte und schob mich zur Tür hinaus.

Wieder zu Hause setzte ich mich an den Küchentisch, umfasste mit beiden Händen meinen Cappuccino und dachte nach. Lange. Goldlöckchen stupste mich an, Zwergnase schnippte vor meinen Augen mit den Fingern. "Sollen wir einen Arzt rufen?" fragte er seine Schwester. Da sprang ich auf, hechtete in Zwergnases Zimmer, riss die Schranktür auf, griff in seine Karatetasche und zog die Mütze heraus.

Zwergnase lachte. "Papa hatte recht!"
"Nein", entgegnete ich, "'Die taucht schon wieder auf' bedeutet 'Mama sucht so lange, bis sie die Mütze wiederfindet!' Denn s'Haus verliert nix!"

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