Der Himmel färbt sich bereits rosa. Mit aufgerissenen Augen liege ich im Bett und starre an die Decke. Ich bin so wach, dass ich die Spinnweben erahnen kann, die sich sanft im Luftzug wiegen. Sogar in den Momenten, die nur mir gehören, denke ich daran, was noch zu erledigen ist. Ein aufregender Tag voller Verpflichtungen liegt vor mir. Wie schön. Ich wälze mich zur Seite, mein Blick fällt auf den Wecker. Noch 30 Minuten. Ich lasse mich zurück in mein Kissen sinken. Mit einem Lächeln auf den Lippen schließe ich die Augen und reise noch einmal ins Land der Träume. Das wird die beste halbe Stunde meines Tages sein. Von wegen! Mein Herz pocht in meiner Brust. Ich weiß nicht mehr, ob ich Männlein, Weiblein oder ein Waschbär bin. Ich schrecke benommen hoch. Wer und was schreit denn hier so? Hilfe! Polizei! Mord und Totschlag! Der Handywecker spielt langsam anschwellendes Vogelgezwitscher ab und meint wohl, was das für ein sanfter Weckruf sei! Der spinnt doch. Ich stelle das Gezeter mit zittr...