Habt ihr es bemerkt? Die Tage werden wieder länger. Und als würde sich auch die Sonne darüber freuen, lässt sie sich wieder öfter blicken. Sie strahlt vom eisblauen Himmel und kitzelt einem die Nasenspitze.
Man ist einfach ein ganz anderer Mensch, wenn die Sonne scheint.
Ich, zum Beispiel, werde furchtbar aggressiv.
Wenn ich in die Küche komme, kneife ich schon die Augen zusammen.
Wenn ich aus dem Fenster schaue, wird mir schlecht, meine Kehle ist wie zugeschnürt und das Schlucken fällt mir schwer.
Erinnerungen an den Physikunterricht werden wach. Erst jetzt verstehe ich, was es bedeutet, dass das Licht auch Teilchencharakter habe.
Die tiefstehende Sonne materialisiert erbarmungslos Teilchen auf Fensterscheiben, Küchenfronten, Esstisch und Fußboden.
Der Göttergatte behauptet, dass sei Staub, aber das kann ja gar nicht sein.
Ich schwöre, dass die Teilchen nur da sind, wenn die Sonne scheint.
Der Göttergatte war nicht überzeugt, aber ich habe es ihm bewiesen.
Immer wenn die Sonne scheint, lasse ich die elektrischen Rollläden herunter und schalte das Licht ein - kein Staubkörnchen ist zu sehen und die Fenster sind auch sauber.
Das schont außerdem die Umwelt.
Ich brauche weniger Wasser zum Putzen und der Strom unserer Photovoltaik wird auch optimal ausgenutzt, ohne lange Transportwege!

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