Direkt zum Hauptbereich

Ein unbeschreibliches Event

Ich gehöre zur Spezies der Stubenhocker. Nur ein Tag ohne Termin ist ein guter Tag.
Aber einen Künstler live auf der Bühne zu erleben, ist mit einer Show im Fernsehen oder einem Reel auf Instagram nicht zu vergleichen. Deshalb trauen wir uns hinaus in die Welt und hinein in die Stadthalle. Das ganze Drumherum ist einfach unbeschreiblich.

Schon vor der Show flirrt die Anspannung durch die Luft, als wir mit fünfzig anderen Autos an einem Stockcar-Rennen um den letzten Parkplatz teilnehmen. Am Eingang hingegen werden wir ausgebremst. Wir schieben uns in der Geschwindigkeit eines Gletschers in das Foyer.
“Da musst du durch!", sagt der Ticketabreißer.
"Wir haben schließlich dafür bezahlt!”, sagt der Göttergatte.

Als die Künstlerin die Bühne betritt, erinnert sie mich an die Alpen. Bei Föhn vom Bayerischen Wald aus gesehen. Du weißt, dass sie es sein muss, aber so ganz sicher bist du dir nicht.
Ich sehe nicht alles, dafür höre ich weniger, denn leider wurde die Stadthalle doppelt gebucht. Zeitgleich fanden nämlich die Weltmeisterschaften im Glasflaschen-Bowling statt.

Die Pause nutze ich für ein Achtsamkeitsgebet, das ich mit euch teilen möchte:
“Lieber Gott, gib mir Geduld! Aber beeile dich!”
Das Boarding am Flughafen ist Kindergartenniveau im Vergleich zu den Warteschlangen vor dem Klo. Irgendwer summt “You’ll never walk alone", während ich mich frage, welches Szenario Archäologen bei so vielen Frauenskeletten in einer Reihe annehmen werden.

Das Programm war auf alle Fälle aufregend.
Wir haben Dinge erlebt, die zu Hause undenkbar gewesen wären. Das steht fest.
Aber die Künstlerin war super.
Morgen testen wir das Frühlingsfest.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

An der Supermarktkasse

     Ein bisschen Salat und Gemüse, eine Tüte Nudeln und ein Glas Sauce. Schnell an die Kasse und bezahlen. Sozusagen ein Supermarkt-Quickie.      Wenn da nicht immer diese eine Mami vor einem an der Kasse stehen würde, unter deren Einkauf das Kassenband ächzt und stöhnt. Die Kassiererin beäugt erst den Einkauf kritisch, dann die schnell länger werdende Schlange hinter dem Großeinkauf.      Natürlich kann man nicht einmal mehr bitten, ob man vorgelassen werden könnte, weil die Kassiererin notgedrungen vorne beginnt zu kassieren, während hinten noch Lebensmittelvorräte für ein halbes Jahr auf das Band gepackt werden.      Da hilft alles Augenrollen nichts. Diese Mami, die bin ich.      "Ganz schön verfressen, die Familie." "Wie bitte?" Ich höre wohl nicht recht.      "Kann man seine Einkäufe nicht wie normale Menschen erledigen? Spätestens seit Corona sind Hamsterverkäufe verpöhnt!"     ...

Um Himmels willen

Kennt ihr noch Kettenbriefe? Das Schneeballsystem der aller ersten Stunde. Du wirst unendliches Glück und Wohlstand erreichen, aber nur, wenn du diesen Brief an fünf Idioten wie dich weiterleitest, die zwischen "So ein Schmarrn!" und "Ich stürze mich ins Unglück, wenn ich diese universelle Bedrohung nicht weiterleite!" schwanken. Aus Tradition kennt sich eine Institution besonders mit Endzeitszenarien aus. Sie bietet das volle Programm mit sieben Plagen, Weltuntergang und darüberhinaus ewiger Verdammnis in überhitztem Klima. Die CO²-Bilanz möchte ich nicht sehen. Irgendwie verhält es sich wie mit den Kettenbriefen. Du kannst das Ganze als Unfug abtun, aber bist du dir wirklich sicher? Wer weiß, vielleicht ist doch etwas dran? Ein bisschen erstaunt war ich schon, als mich ein Kettenbrief von höchster Instanz erreichte. Er verspricht Glück für sich und die ganze Familie. Wenn... Ja, jetzt kommt's, oder? Wehe, du wagst es, dich nicht an die Anleitung zu halten, was...

Asterix & Obelix erobern Wuppertal

Wie alle meine Freunde wissen, bin ich dem Thermomix gegenüber sehr kritisch eingestellt. Das Gerät kann ja nun wirklich nichts, was man nicht auch mit einem prasselnden Lagerfeuer und einem Topf zubereiten könnte. 10 Jahre habe ich mich gewehrt, ehe der gallische Koch aus Wuppertal meine Küche erobert hat. Doch wie bei Asterix und Obelix kehrt keine Ruhe im gallischen Dorf ein. Ein Verwandter fiel unlängst in das Dorf ein. Es ist der Onkel, der alles besser weiß und besser kann, wie Wuppertal überall verkünden lässt. Gesehen haben muss man den ollen Onkel wohl, also lasse ich mich zu einem Erlebniskochen einladen, stelle aber sofort klar, dass ich nichts, absolut gar nichts kaufen werde. Völlig unvoreingenommen lausche ich also der Vorstellung der Thermomix-Beraterin.  Wuppertals neuer Lieblingsonkel kommt mit einer protzigen schwarzen Rüstung daher, die vor Verbrennungen schützen soll. Dem armen Kerl hat man scheinbar nicht beigebracht, dass ein Topf heiß wird. Außerdem sorgt der...